Erkenntnis

Mit dem Ballon durchs Leben

Was die Kinder mal später werden sollen, ist den Eltern oft schon ganz klar. Erst einmal Gymnasium und dann Medizin oder Jura studieren. Das versteht sich von selbst. Jetzt hat das undankbare Kind nun so gar keine Lust dazu und möchte lieber zum Theater oder Maler werden. Tischler geht auch. Die Eltern „meinen es nur gut“, aber sie versuchen ihre Wünsche zu erfüllen und nicht die der Kinder. Das Leben ist nun mal ungewiss und lässt sich nur schwer planen. Es kommt meistens ein Lebensumstand auf seinem Weg hinzu, mit dem man vorher auf keinen Fall gerechnet hat. „Das Ungewisse akzeptieren. Im Ballon muss man die Flughöhe ändern, wenn man in eine andere Richtung will. Das Sicherheitsdenken loslassen“, sagte Bertrand Piccard, Psychiater und Abenteurer. Und, wie man unschwer erkennen kann, ein begeisterter Ballonfahrer. Die Flughöhe zu ändern, bedeutet ganz einfach mal einen anderen Weg einzuschlagen. Vielleicht mal etwas neues anfangen wie Yoga, Zeichnen oder in einem Chor singen. In jedem Fall wird die neue Flughöhe eine Bereicherung des Lebens sein. Später können Sie ja wieder auf die erste Flughöhe zurückkehren,falls Sie das dann noch wollen, denn Sie haben ja durch die andere Flughöhe auch eine neue Sicht bekommen. Der Horizon sieht von dort aus vielleicht ganz anders aus.

Es bleibt alles auch nicht so wie es ist. Zen-Lehrer Shinryu Suzuki brachte das auf den Punkt: „Not always so.“ Es bleibt nicht für immer wie es jetzt im Augenblick ist. Das gilt sowohl für einen glücklichen Moment oder eine leidvolle Situation. Nichts bleibt wie es ist.

„Not always so.“

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